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So wird gerechnet.

Eine gute Urlaubsplanung beginnt mit nachvollziehbaren Zahlen. Gesetzliche Feiertage, regionale Ausnahmen und die eigene Arbeitswoche entscheiden darüber, wie lang eine Auszeit am Ende wirklich wird.

Urlaubstage und freie Kalendertage

Jeder Kalendertag wird genau einmal gezählt. Gehört ein Tag zu deiner Arbeitswoche und ist er kein berücksichtigter gesetzlicher Feiertag, kostet er einen Urlaubstag. Feiertage und regulär arbeitsfreie Tage benötigen keinen Urlaubstag. Fällt ein Feiertag auf einen ohnehin freien Tag, entsteht dadurch kein zusätzlicher freier Tag.

Die längste zusammenhängende Auszeit

Der Rechner untersucht die möglichen zusammenhängenden Intervalle im gewählten Zeitraum. Er zeigt die längsten Intervalle, deren benötigte Urlaubstage dein Budget nicht überschreiten. Bei gleicher Länge wird der geringere Urlaubsverbrauch bevorzugt. Bei einer gewünschten Mindestdauer zählt zuerst der geringste Verbrauch, dann die längere Auszeit. Überlappende Vorschläge werden zusammengefasst; die einzelnen Vorschläge sind Alternativen.

Verhältniszahl und Zeitraumprüfung

Die Verhältniszahl teilt die freien Kalendertage durch die eingesetzten Urlaubstage. Sie ist eine andere Zielgröße als die längste Auszeit. Bei null Urlaubstagen wird kein Quotient angegeben. Der Modus „Zeitraum prüfen“ berechnet den Urlaubsbedarf für genau die gewählten Start- und Enddaten.

Arbeitswoche und Jahreswechsel

Standard ist eine Arbeitswoche von Montag bis Freitag. Du kannst die regelmäßigen Arbeitstage anpassen. Gesetzliche Feiertage werden dabei als arbeitsfrei angenommen. Individuelle Schichtpläne, Ersatzruhetage, halbe Urlaubstage, Betriebsferien und Schulferien sind nicht Bestandteil dieser Version. Heiligabend und Silvester sind keine automatisch freien Tage.

Ohne zusätzliche Auswahl liegen alle Tage im gewählten Jahr. „Jahreswechsel einbeziehen“ erweitert die Suche bis zum 31. Januar des Folgejahres. Bei einem eigenen Zeitraum bleiben deine eingegebenen Grenzen maßgeblich. Das Urlaubstagebudget gilt für den gesamten Block. Die benötigten Urlaubstage werden bei einem Jahreswechsel zusätzlich nach Jahr ausgewiesen.

Der Faktor: freie Tage je Urlaubstag

Der Faktor teilt die freien Kalendertage durch die eingesetzten Urlaubstage. Er ist bei kurzen Auszeiten am höchsten, weil ein einzelner Urlaubstag dort an ein Wochenende und oft noch an einen Feiertag andockt. Je länger die Auszeit wird, desto mehr gewöhnliche Arbeitstage liegen darin, die jeweils einen vollen Urlaubstag kosten - der Faktor nähert sich damit dem Verhältnis von Kalendertagen zu Arbeitstagen einer normalen Woche, also 7 zu 5. Die ersten Urlaubstage sind deshalb immer die wertvollsten, und wer im Sommer drei Wochen am Stück wegfährt, kann das mit Brückentagen kaum verbilligen.

Feiertage am Wochenende

Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, entfällt er ersatzlos. Einen Nachholtag kennt das deutsche Feiertagsrecht nicht, und ein Anspruch auf einen zusätzlichen freien Tag entsteht daraus nicht. Andere Länder handhaben das anders: In Großbritannien wird nach Angabe der Regierung normalerweise der folgende Montag zum Ersatz-Feiertag, wenn ein Bank Holiday auf ein Wochenende fällt. Gezählt werden deshalb nur Feiertage, die auf einen deiner Arbeitstage fallen. Wie viele gesetzliche Feiertage die einzelnen Länder haben und warum sich die Zahlen unterscheiden, zeigen die Jahresseiten: bundesweit einheitlich sind nur neun Feiertage, alles darüber ist Ländersache. Brandenburg erreicht seine höhere Zahl unter anderem über Oster- und Pfingstsonntag, die ohnehin auf einen Sonntag fallen.

Regionale Feiertage richtig auswählen

Bayern: Standardmäßig werden nur landesweite Feiertage berücksichtigt. Wähle „Ort mit Mariä Himmelfahrt“, wenn der 15. August an deinem Arbeitsort gesetzlicher Feiertag ist. „Stadt Augsburg“ schließt außerdem das Friedensfest am 8. August ein. Die seit 2025 gültigen Gemeindezuordnungen kannst du in der amtlichen Gemeindeauskunft prüfen.

Sachsen und Thüringen: Fronleichnam gilt nur in bestimmten Gemeinden und Ortsteilen. Wähle „Ort / Ortsteil mit Fronleichnam“, wenn diese Regelung für deinen Arbeitsort gilt. Es erfolgt keine automatische Ortsbestimmung. Prüfe die geltende Regelung in den amtlichen Quellen oder bei deiner Gemeinde.

Brandenburg: Ostersonntag und Pfingstsonntag werden als gesetzliche Feiertage berücksichtigt. Das wirkt sich aus, wenn Sonntag ein regelmäßiger Arbeitstag ist.

Feiertagsdaten und Quellen

Feste Feiertage werden nach Datum und Geltungsbereich zugeordnet. Bewegliche Feiertage werden aus dem gregorianischen Osterdatum abgeleitet. Der Buß- und Bettag wird als Mittwoch vor dem 23. November berechnet.

Datenstand: 12. September 2026. Gerechnet werden die Jahre 2026 bis 2029 sowie der Januar 2030 für Auszeiten über den Jahreswechsel - mit den heute geltenden Feiertagsgesetzen. Feste Termine stehen im Gesetz, bewegliche folgen aus dem Osterdatum. Die verlinkte Bundesbank-Übersicht bestätigt die Zuordnung für 2026; für die Folgejahre gibt es keine amtliche Gesamtliste, sie ergeben sich aus denselben Regeln. Gesetzesänderungen können künftige Termine beeinflussen.